Ein Stück Geschichte wiederherstellen

Autorin: Carina Bruun, Gärtnerin und Wissensvermittlerin bei Naturkraft 

Der Karbonwald ist einer der acht natürlichen Lebensräume, die Teil des Naturkraft-Parks sind. Dieser Lebensraum geht auf eine Zeit zurück, über die wir heute nur lesen. Aber das macht ihn sicher nicht zu einem weniger aufregenden Naturerlebnis in Westjütland. 

Einige der Bäume, die wir in unserem Karbonwald gepflanzt haben, haben eine direkte Verbindung zum Jura. Als große pflanzenfressende Dinosaurier wie der Triceratops unter anderem von Farnen und Nadelbäumen und möglicherweise auch von den Blättern anderer Bäume lebten, die in dieser Zeit existierten.  

Naturkraft vermittelt seinen Gästen die überlebenden fossilen Pflanzen auf lebendige Art und Weise und schildert den Klimawandel, der sich über viele Millionen Jahre vollzogen hat.  

Flüssige Lava

Der natürliche Zyklus des Kohlenstoffkreislaufs geht durch Tiere, Pflanzen, den Boden, das Meer und uns Menschen. Hos træerne optages CO2 igennem atmosfæren via fotosyntesen og udledes igen igennem planternes respiration.  

Wenn es zu Veränderungen in diesem Gleichgewicht kommt, kann dies auch das Klima beeinflussen. Durch den Karbonwald führen Wege aus gebrochenem Asphalt, die sich wie „Zungen“ durch den Park ziehen, was einem ausbrechenden Vulkan ähnelt, an dessen Seiten die flüssige Lava  hinunterläuft. Auch wenn man in den Herbstferien nicht in wärmere Länder reisen kann, kann man in Naturkraft eine völlig andere Welt erleben.  

Die Pflanzen der Urzeit 

Im Wald findet man den  Tempelbaum in unterschiedlichen Größen. Er wird auch Ginkgo biloba genannt und ist eine Art lebendiges Fossil aus unserer Urzeit.  

Sie waren häufig in buddhistischen Tempeln und Mönchsklöstern zu finden, wo sie bei langen Tempelzeremonien ausgiebig genutzt wurden. Die Blätter  können nämlich helfen, die Urinproduktion zu hemmen. Ich würde jedoch nicht empfehlen, dies zu Hause auszuprobieren ...

Kannst du den Unterschied erkennen

Die Wasserfichte ist wahrscheinlich einer der schönsten Bäume, die ich kenne, und wer sich für Pflanzen interessiert, kann aus unterschiedlichen Exemplaren wählen. Die frischen hellgrünen Nadeln sitzen in vielerlei Hinsicht ein wenig atypisch gegenüber anderen Nadelbäumen, was ich wirklich fantastisch finde.  

Im Winter ähnelt er mehr einem Baum der Familie der Laubbäume, da er in dieser Zeit die Nadeln verliert. Mit der Zeit bildet sich der schöne dunkelbraune Stamm mit furchenhaften Vertiefungen. Der Baum sieht eigentlich eher wie eine Sumpfzypresse aus, mit der er auch eng verwandt ist. Sumpfzypressen kann man auch im Karbon-Wald erleben. Beim nächsten Besuch kannst du herausfinden, ob du den Unterschied erkennen kannst? 

Der wiederentdeckte Baum 

Die Wasserfichte ist tatsächlich ein Baum, von dem man dachte, dass er vor vielen Millionen Jahren ausgestorben ist. Bis 1941, als ein Professor aus Nankin südlich des Jangtse-Flusses in einem Gebiet mit mehreren wilden und unberührten Tälern durch China wanderte. Hier stieß er auf einen Baum, den er nicht erkannte. Es stellte sich jedoch heraus, dass die lokale Bevölkerung in der Gegend den Baum Shuihsa nannte.  

Übersetzt ins Deutsche bedeutet das so etwas wie Wasserlärche/-fichte. Die lokale Bevölkerung in der Gegend wusste zu berichten, dass der Baum alt, sehr alt sei. Man dachte also eigentlich nur im Rest der Welt, dass dieser schöne Baum ausgestorben ist.

Frischer, krautig-würziger Duft 

Im Karbon-Wald gibt es viele spannende Pflanzen - unter anderem gibt es hier die antarktische Scheinbuche, ein mit 6-8 Metern mittelgroßer Baum. In den frühen Frühlingsmonaten verbreitet er frischen, krautig-würzigen Duft. Doch nicht die Blätter strahlen diesen feinen Duft aus, sondern der Stamm des Baumes, mit schönen weißen Streifen auf dem ansonsten dunkelbraunen Stamm. 

Pollen der Scheinbuche wurden in der Vergangenheit in der Antarktis gefunden. Dies ist ein Beweis dafür, dass Pflanzen in der Lage waren, sich zu verbreiten, indem sie die Antarktis als eine Art Sprungbrett zwischen Südamerika, Neuseeland und Australien nutzten. 

Die Kraft der Natur weist uns den Weg in die Urzeit 

Was ist ein Fossil und wie entsteht es? Und wie konnten sie überhaupt Pflanzenteile einschließen? Ja, Fossilien sind Versteinerungen aus Mineralien, die viele Geheimnisse verbergen. Man könnte sagen, dass Fossilien dazu beitragen, die Evolution des Lebens über viele Milliarden von Jahren ab seiner Entstehung hier auf der Erde widerzuspiegeln.  

Normalerweise ist etwas härteres Gewebe notwendig, damit ein Pflanzenteil erhalten bleibt. Dabei kann es sich z. B. um Teile eines Baumes handeln. Um das Teil bestmöglich zu erhalten, ist es wichtig, dass das Teil so schnell wie möglich nach der Trennung von dem anderen Pflanzenteil vergraben wird. Andernfalls greifen Bakterien das Pflanzenteil an, und eine Konservierung ist nicht mehr möglich - oder wird nur in einer geringfügigeren Version erfolgen.  

Die besten Möglichkeiten für eine schnelle Bodenbedeckung sind durch Erosion sowie in Gewässern wie dem Meer und Seen.   

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